Januar 2016

Neujahrsbrief von der Energieagentur

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Energieagentur Region Göttingen.

Ein bewegtes und spannendes Jahr 2015 liegt hinter uns. Das Team der Energieagentur hat wieder viel Engagement und Kreativität gezeigt, um mit Ihnen einen wertvollen Beitrag für den Klimaschutz hier vor Ort zu leisten. Dafür möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken!

 

Unsere Besonderheiten in 2015:

  • Sommerkampagne Solar, ja klar! – Mit einem Solardachkataster, einer Solarberatung und einem Solarwettbewerb für Südniedersachsen wurde auf große solare Potenziale aufmerksam gemacht und für den Bau von Solaranlagen geworben. Dafür sind wir mit dem Sonderpreis Umwelt des Nds. Umweltministeriums im Rahmen des Innovationspreises des Landkreises Göttingen ausgezeichnet worden.
  • Für die Winterkampagne clever heizen! haben wir eine neue Broschüre „Wärmepumpen – Umgebungswärme richtig nutzen“ veröffentlicht. Das Förderprogramm Altbausanierung fördert nun auch den hydraulischen Abgleich und weitere Komponenten der Heizungsoptimierung.
  • Ermöglicht durch die Landesenergieagentur und viele regionale Partner konnten wir 400 Solarberatungen und Heizungsvisiten zu günstigen Konditionen für Hauseigentümer anbieten. Dafür haben wir ein kompetentes und engagiertes Netzwerk lokaler Energieberater aufgebaut.
  • StromsparCheck – Gemeinsam mit dem Jobcenter des Landkreises Göttingen konnten über 350 einkommensschwache Haushalte für aktives Energiesparen gewonnen werden. Es wurden u.a. 2.900 Leuchtmittel ausgetauscht und durch LED-Lampen ersetzt!
  • Mit dem Förderprogramm Altbausanierung haben wir für nachhaltige energieeffiziente Sanierungen geworben und betreuen derzeit 200 Bauherren.
  • Erstmals konnten wir gemeinsam mit der Architektenkammer Niedersachsen sowohl die Bauherrenseminare als auch die Ausstellung „Aus Alt mach Neu“ nach Göttingen holen, den Bürgerinnen und Bürgern alles rund um das Thema Bauen und Sanieren an die Hand zu geben.
  • Für die Wettbewerbe „Unser Dorf spart Strom“ und „Unser Dorf nutzt die Sonne“ wurden die  Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode am Harz und wir als Teil des Organisationsteams im Rahmen des Programms Kommunaler Klimaschutz des Bundesumweltministeriums ausgezeichnet.
  • Im Modellprojekt „Dorfentwicklung und Klimaschutz“ konnten wir den Klimaschutz für sechs Dörfer rund um Duderstadt greifbar machen und so Anstöße für kommende Sanierungen geben.
  • Mit dem Kommunalen Energieeffizienznetzwerk Göttingen-Weserbergland konnten wir eine Bundesförderung für Südniedersachsen gewinnen. 12 Kommunen werden nun für drei Jahre kommunale Liegenschaften untersuchen lassen können und so ein kommunales Energiemanagement aufbauen.
  • Gemeinsam mit sechs weiteren Energieagenturen bundesweit wollen wir in Zukunft das Projekt „HandwerksAusbildung für den Klimaschutz“ für Auszubildende im Bereich Nachhaltiges und effizientes Bauen und Sanieren aufbauen und erhalten dafür eine Förderung aus dem Bundesbildungsministerium.
  • Wir sind Mitglied der Lokalen Aktionsgruppen (LAG) Göttinger Land und LAG Osterode am Harz und wollen uns aktiv in die ländliche Entwicklung im Bereich des Klimaschutzes engagieren.
  • Im Rahmen des Rundes Tisches Energiewende des Landes Niedersachsen bringen wir unsere Anregungen und Erfahrungen aus Südniedersachsen ein, um u.a. ein Szenario für eine 100% Versorgung des Bundeslandes mit Erneuerbaren Energien zu erzielen.

Zum Beginn des Jahres lohnt sich auch ein Blick auf die jüngste politische Vergangenheit:

Anfang Dezember wurde in Paris ein hoffnungsvolles Zeichen für den Klimaschutz gesetzt. Erstmalig gelang eine Einigung von 194 Staaten auf ein Klima-Abkommen. Was kann man sich davon eigentlich erhoffen?

Einen guten Überblick zur Klima-Vereinbarung finden Sie auf Klimaretter.info. Grundlage des Abkommens sind die Meldungen nationaler Klimapläne. Addiert man diese, dann würde das 2-Grad-Ziel um 11 Milliarden Tonnen CO2 verfehlt werden. Wage hat man sich sogar auf eine sinnvolle Begrenzung der Erwärmung auf 1,5 Grad geeinigt. Eine regelmäßige Zielüberprüfung soll den Anspruch künftig heben. Mit diesem prüfenden Blick der Staatengemeinschaft soll ebenfalls die Verbindlichkeit des Abkommens sichergestellt werden – ernsthafte Konsequenzen gäbe es bei einer Zielverfehlung jedoch nicht. Auch für die Opfer von Klimafolgen gibt es keine Haftungsregelung. Man kann also nur hoffen, dass aus den Zielüberprüfungen tatsächlich die erforderlichen zusätzlichen Anstrengungen erwachsen. Ein weiteres Ziel ist die "Treibhausgas-Neutralität" in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts. Diese globale Vereinbarung erlaubt eine Zukunft von Technologien wie der Kernkraft oder der CO2-Abscheidung und -Speicherung an Kohlekraftwerken. Eine Definition von Ausbauzielen für erneuerbare Energien und Energieeffizienz wäre wünschenswert gewesen.

Wir freuen uns dennoch über den bereits beachtlichen Teilerfolg aus Paris. Wirksam wird er jedoch nur, wenn sich sehr viele Menschen ganz konkret vor Ort anstrengen. Wenn wir zurück in die Heimat schauen, dann gibt es in der Bundesrepublik die, auch durch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks angestoßene, Diskussion um einen schrittweisen Kohleausstieg. Hier in Südniedersachsen wissen wir aus den Klimaschutzkonzepten, wie der Klimaschutz bei uns gelingen könnte. Entscheidend dafür sind auch hier all diejenigen, die den Klimaschutz in ihrem Handlungsspielraum verwirklichen und befürworten. Für Ihre Klimaschutz-Anstrengungen möchten wir uns herzlich bedanken und Sie immer wieder gerne bei weiteren Schritten zum regionalen Klimaschutz begleiten.

Das Team der Energieagentur Region Göttingen wünscht Ihnen ein gesundes und friedliches neues Jahr!
Wir freuen uns auf spannende und klimafreundliche Projekte und Begegnungen mit Ihnen in 2016!

(Geschäftsführerin)

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