Newsletter Sommer 2013

Neues von der Energieagentur

Liebe Mitglieder,

mit dem Sommernewsletter geben wir Ihnen einen Rückblick über die vielfältigen Aktivitäten der Energieagentur. Wir freuen uns sehr, nun auch in Duderstadt sichtbar und ansprechbar zu sein. Dank der Unterstützung der Harz Energie und der EWB können Bürgerinnen und Bürger aus dem Eichsfeld die Beratungsangebote wahrnehmen. Dass der Bedarf an Beratung groß ist, zeigt auch die Nachfrage für unser neues Angebot in Kooperation mit der Verbraucherzentrale: Der GebäudeCheck wurde binnen 4 Monaten 84-mal abgefragt. Gleichzeitig steigt auch die Nachfrage nach dem Zuschuss des Förderprogramms Altbausanierung des Landkreises Göttingen - die umfangreiche Kampagnenarbeit ist damit bei den Bauherren erfreulicherweise angekommen.

Der Frühling - auch wenn er spät begann - stand ganz im Zeichen das Radfahrens. Gleich zweimal durfte das Team der Energieagentur E-Bikes - Fahrräder mit einem Elektroantrieb - ausprobieren. Damit leisteten wir einen Beitrag zur Studie der E.ON Mitte AG im Rahmen der Klimawerkstatt und zur Erhebung der Universität Göttingen im Rahmen der Etablierung von E-Radschnellwegen: Wie können E-Bikes für Berufspendler nutzbar werden? Die Motivation zum Radfahren hält seitdem an ...

In diesem Sommer wird die Energieagentur umziehen: Allerdings müssen Sie sich nicht wirklich umgewöhnen - Sie finden uns ab dem 1. August in der Berliner Str. 4 in der 3. Etage. Somit können wir im VGH-Gebäude verbleiben und die gute Infrastruktur weiterhin für unsere Arbeit nutzen. Ich möchte mich an dieser Stelle für die bisherige und zukünftige Unterstützung seitens der VGH ausdrücklich bedanken.

Liebe Mitglieder, ich wünsche Ihnen eine erholsame und kreative Sommerzeit und ich freue mich auf gemeinsame Treffen nach der Sommerpause.

Ihre

Doreen Fragel

 

Oktober 2013 | Vorbereitungen für Messe ZUHAUS laufen

Wie bereits im vergangenen Jahr wird die Energieagentur wieder als ideeller Partner die Messe ZUHAUS am 26. und 27. Oktober 2013 inhaltlich begleiten. Die Messe richtet sich an Verbraucher und thematisiert Gebäude und das Wohnen gleichermaßen, womit viele Schnittstellen zu energetischen Themen vorhanden sind.

Im vergangenen Jahr hatten wir mit den Expertenrunden ein Format angeboten, in dem Besucher auf spezifische Fragen individuelle Antworten erhalten konnten. Die Gesprächsrunden liefen mit kurzen thematischen Einführungen und boten danach Raum für Fragen in kleinen Runden. Jede Runde wurde in der Regel mit zwei Fachleuten besetzt. Derzeit erarbeiten wir das Programm für die diesjährigen Runden, wofür wir wieder zahlreiche Fachleute aus dem Netzwerk ansprechen werden.

Ebenfalls wird es für Mitglieder wieder eine kleine Präsentationsmöglichkeit auf dem Stand der Energieagentur geben. Dafür kommen wir rechtzeitig auf Sie zu. Wer sich gerne zu einem größeren Stand auf der Messe informieren will, meldet sich bitte bei Gaby Gesenberg von der LOKHALLE. www.lokhalle.de/aussteller/zuhaus-messe/

Ansprechpartnerin: Doreen Fragel

August 2013 | Botschafter für den Klimaschutz vor Ort und Feierabend EnergieCafés

Lukow / photocase.com

Eine der größten Herausforderungen für die Energieagentur ist es, interessierte Bürgerinnen vor Ort zu Initiativen und Taten bei sich zuhause zu motivieren. Dafür ist es entscheidend, die Bürgerinnen und Bürger „dort abzuholen, wo sie stehen“. Dies bedeutet, dass man die aufwändige Arbeit individueller Gespräche leisten muss, um der Situation und dem Kenntnisstand vor Ort gerecht werden zu können.

Dafür arbeiten wir an zwei Programmen, die Ende August 2013 beginnen sollen. Wir haben alle aktiven Bürgerinnen und Bürger aus Vereinen eingeladen um "Botschafter für den Klimaschutz vor Ort" zu werden. Ziel ist es Engagierte zu finden, die in einem tragbaren Maße an der Verbreitung der konkreten Umsetzungsideen für den lokalen Klimaschutz mitwirken: Sprich an Möglichkeiten wie Altbausanierung, Solarenergie, Holzenergie oder Haushaltsenergie.

Darüber hinaus ist geplant einstündige "Feierabend EnergieCafés" zu veranstalten. So sollen kontinuierlich standardisierte lokale Veranstaltungen organisiert werden, in denen Hauseigentümer und Mieter von Fachleuten konkrete Antworten erhalten. Dafür wollen wir vor Ort Kräfte bündeln. Das bedeutet, dass wir möglichst mit mehreren Botschaftern aus unterschiedlichen Vereinen und in Zusammenarbeit mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern die „Feierabend EnergieCafés“ ausrichten.

www.energieagentur-goettingen.de/../botschafter-fuer-den-klimaschutz-vor-ort/

Ansprechpartner: Kilian Rüfer

Masterplan 100% Klimaschutz / Integriertes Klimaschutzkonzept: Arbeitsgruppen in Stadt und Landkreis Göttingen auf der Zielgeraden

Im Rahmen des „Masterplans 100% Klimaschutz für die Stadt Göttingen“ sowie des „Integrierten Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Göttingen und kreisangehörige Kommunen“ werden derzeit Klimaschutzstrategien erarbeitet und Ideen für vielfältige Klimaschutzmaßnahmen zusammengetragen. Gegen Ende des Jahres werden die jeweiligen Konzepte vorgestellt. In der anschließenden Umsetzungsphase sollen dann aus Maßnahmenvorschlägen konkrete Projekte werden.

Die Konzepterarbeitung wurde im letzten Halbjahr sowohl bei der Stadt als auch beim Landkreis intensiv durch verschiedene Workshops begleitet und befindet sich nun auf der Zielgeraden. Bei der Stadt werden Lösungsansätze in den Themenfeldern Energieversorgung, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Verkehr gesucht, beim Landkreis lauten die Fachgruppen Energieerzeugung, Energieeffizienz und -einsparung, Verkehr sowie Kommunale Handlungsfelder. Außerdem wurden in den 11 Gemeinden auch lokale Workshops angeboten. Die Energieagentur Region Göttingen e.V. war an allen lokalen Workshops und insbesondere an den Fachgruppen Energieerzeugung sowie Energieeffizienz und -einsparung beteiligt.

Der Austausch mit den mitwirkenden Akteuren war für die Kommunen wie auch für die Energieagentur eine Bereicherung. Wir möchten hierauf aufbauen und weiterhin Netzwerkarbeit mit Bürgernähe verbinden.

Vertiefende Informationen finden Sie auf www.goettingen.klimaschutz.de/masterplan und www.landkreis-goettingen.de/...

Nachfrage für Gebäude-Check und Förderprogramm Altbausanierung gestiegen

Die Nachfrage für das Programm „Gebäude-Check der Verbraucherzentralen“ hat stark zugenommen. Seit März sind bereits 84 Gebäude-Checks angefragt worden. Eine Ursache dafür ist die gestiegene Nachfrage für das Förderprogramm Altbausanierung. Mit dem Gebäude-Check wird hierfür eine Zugangsvoraussetzung erfüllt.

Das Thema Altbausanierung ist aber auch unabhängig davon bekannter geworden. Laut einer LBS/GfK-Umfrage sind viele Bürgerinnen und Bürger der Auffassung, dass sich Altbausanierung lohnt. Für 55 % der befragten Hauseigentümer hat sich die Altbausanierung voll und ganz gelohnt, 38 % können es noch nicht richtig beurteilen und nur für 7 % hat sich der erwartete Erfolg nicht eingestellt. Die gleiche Umfrage ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das Bewusstsein für den Handlungsbedarf in der Bevölkerung zugenommen hat. 37 % der privaten Hausbesitzer (nach 33 % im Vorjahr) geben nämlich aktuell an, dass ihr Gebäude energetisch durchaus sanierungsbedürftig ist.

Ansprechpartnerin: Corinna Fiege-Borchert

7.6.2013 | Vierte Energiesparbörse in Duderstadt

Am Freitag dem 7. Juni wurde die 4. Duderstädter Energiesparbörse in der Berufsbildenden Schule (BBS) unter der Beteiligung der „Energieagentur Göttingen e. V.“ mit einem offiziellen Abend eröffnet. Unter den zahlreichen geladenen Gästen befanden sich auch der stellvertretende Landrad Reinhard Dierkes sowie der stellvertretende Bürgermeister von Duderstadt Herr Böning. Die Energieagentur wurde durch die Geschäftsführerin Doreen Fragel vertreten.

Positiven Einschlag hatte die Börse auch bei der BBS-Duderstadt, die ja Ausrichter der Börse waren. Direktor Timo Tuschlig zog für seine Schule eine positive Bilanz und versprach angespornt durch die Energiesparbörse, auch weiterhin in Sachen Energiesparen nicht müde zu werden.

Am Samstag dem 8. Juni war die Börse dann für Jedermann zugänglich. Die Energieagentur leistete dort den interessierten Bürgern am Infostand gern zu den Themen: Haushalts-Energieberatung, Altbausanierung, Förderungen und regenerative Energien Rede und Antwort. Insgesamt gesehen war der Besucherzuspruch nicht so stark wie erwartet. Daher wird gegenwärtig gemeinsam überlegt, die Börse in mehreren Bereichen wie auch terminlich umzustrukturieren.

Ansprechpartnerin: Ute Wetzel

4.6.2013 | Klimawerkstatt - Abschlussveranstaltung

„Viel geschafft! Weiter geht’s!“ war das Motto der öffentlichen Veranstaltung der Stadt Göttingen, in der am 4. Juni 2013 in der Festhalle Weende die Ergebnisse der Göttinger Klima-Werkstatt vorgestellt wurden.

Oberbürgermeister Wolfgang Meyer begrüßte die Teilnehmer/innen der Klima-Werkstatt und die interessierten Bürger und Bürgerinnen, die sich über das Projekt informieren wollten. Einzelne Akteure wurden auf der Bühne zu ihrem Projekt interviewt. Zur Auftaktveranstaltung und zur ersten Klimawerkstatt wurden kurze Filme gezeigt. Außerdem gab es einen Film vom Projektteilnehmer gespa e.V., der mit Hilfe von Schüler/innen zwei weitere Bildungsprojekte an einem Aktionstag mit Kameras begleitete. Nach der Überreichung der Broschüre konnte die Ausstellung besichtigt werden, die im Mittelpunkt der Veranstaltung stand und die alle Projekte der Klima-Werkstatt anschaulich vorstellte. Die Poster der Ausstellung sind bei den jeweiligen Projekten zum Herunterladen bereit gestellt.

Den Abend rundete der interessante und unterhaltsame Vortrag von Prof. Dr. Andreas Ernst vom Center of Environmental System Research der Universität Kassel über „Soziale Innovation im Klimaschutz“ ab.

Weitere Informationen unter www.klimaschutz.goettingen.de

1.6.2013 | Neu im Team: Elmar Dierssen

Nach Abschluss der Ausbildung zum Bürokaufmann und mehrjähriger Tätigkeit als Sachbearbeiter im Lager hilft Herr Dierssen, im Rahmen der Bürgerarbeit ab Juni 2013, bei der Beratung der Privathaushalte im Raum Göttingen Ernergie und nicht Lebensqualität einzusparen. Außerdem betreut er einmal in der Woche unser Kundenbüro in Duderstadt.

Wir freuen uns Herrn Dierssen im Team der Haushalts-Energieberatung begrüßen zu dürfen.

11.5.2013 | Aktionstag nachhaltiges Waschen

In diesen Jahr fand am 11. Mai anlässlich der Seniorentage in Hann. Münden eine Informationsveranstaltung zum Thema „Aktionstag – Nachhaltiges Waschen“ statt. Auch auf dem Markt in Bovenden wurde zum nachhaltigen Waschen informiert. An beiden Aktionsorten standen zwei Haushalts-Energieberater für alle Fragen zum richtigen Umgang mit Wasch-, Spül- und Reinigungsmitteln zur Verfügung. Denn das gezielte Einsparen von Wasser und Energie schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Ansprechpartnerin: Ute Wetzel

6.5.2013 | Umweltminister Wenzel zeichnet Stromspardörfer in Südniedersachsen aus

„Unser Dorf spart Strom“ - unter diesem Titel fand in den Landkreisen Northeim, Göttingen und Osterode am Harz ein Wettbewerb statt, in dem das Dorf mit dem niedrigsten Pro-Kopf-Verbrauch gesucht wurde. An der Aktion, die sich an Ortschaften mit 100 bis 1.500 Einwohnern richtete, hatten sich am Ende 18 Dörfer erfolgreich beteiligt. Im Rahmen des Wettbewerbs haben die teilnehmenden Dörfer ihren Stromverbrauch im Zeitraum eines halben Jahres gemessen und dokumentiert sowie für Stromsparmaßnahmen geworben, die in den Haushalten unmittelbar umgesetzt werden können.

Im Mai kürten der Niedersächsische Umweltminister Stefan Wenzel und die drei Landräte die Gewinner des Wettbewerbs. Die Ortschaften Bollensen, Elbingerode, Heckenbeck und Reiffenhausen erhalten jeweils eine Photovoltaikanlage im Wert von 3.500 Euro, die von den ansässigen Netzbetreibern als Hauptpreis zur Verfügung gestellt werden. Da die Projektidee vom „Unser Dorf spart Strom“ im Landeswettbewerb „Klima kommunal 2012“ mit 5.000 € ausgezeichnet wurde, konnten die Preisgelder für die Dörfer erweitert werden.

Vertiefende Informationen zu „Unser Dorf spart Strom“ und eine Bildergalerie gibt es unter www.energieagentur-goettingen.de/energieagentur/energieeffizienz/haushalt/unser-dorf-spart-strom/

Ansprechpartnerin: Doreen Fragel

3.5.2013 | Region Göttingen als Beispiel für Japan

Anfang Mai hat eine 15-köpfige Delegation japanischer Politiker und Energieexperten Göttingen besucht. Darunter waren auch sechs Parlamentarier des Ober- und Unterhauses in Tokyo.

Die Delegation wollte sich zu den Praxiserfahrungen mit der Umsetzung der Energiewende in der Region informieren. Auf dem Programm stand nicht nur der Besuch der Energieagentur, sondern auch des Interdisziplinären Zentrums für nachhaltige Entwicklung der Universität Göttingen (IZNE), des Heizkraftwerks der Stadtwerke Göttingen und der Biogasanlage in Rosdorf. Zustande gekommen war der Besuch durch eine Anfrage der japanischen Botschaft bei der Energieagentur.

Der Delegationsleiter Yoshimi Watanabe (Vorsitzender der Partei Your Party) war
besonders an der Nutzung der Bioenergie interessiert. Watanabe kündigte an: „Mit dem tragischen Unfall in  Fukushima sind wir in ein neues Zeitalter getreten. Wir müssen Veränderungen in eine regenerative Energieversorgung vorantreiben. Wir sind Botschafter ihrer Ideen und Konzepte nach Japan und ich denke, sie werden in Zukunft viele solcher Delegationen in Göttingen begrüßen können!“

Ansprechpartnerin: Doreen Fragel

2.5.2013 | Deine Energiewende – Solarwärme und Solarstrom selber nutzen und speichern

Die NaturFreunde Göttingen feiern ihr 100-jähriges Bestehen. Zu diesem Anlass und im Rahmen der „Woche der Sonne“ informierte die Energieagentur Region Göttingen am 2. Mai im Naturfreundehaus Göttingen über aktuelle Entwicklungen bei der Solarenergie. Für den weiteren Ausbau setzt die Solarbranche auf innovative Speicherlösungen. Zum 1. Mai 2013 hat die KfW ein neues Förderprogramm für Batteriesysteme zur Solarstromspeicherung gestartet. So erlangte das Veranstaltungsmotto „Deine Energiewende – Solarwärme und Solarstrom selber nutzen und speichern“ eine besondere Aktualität.

Informationen zur Veranstaltung und Vortragsfolien finden Sie hier

Über das Solarportal finden Sie Informationen zum Förderprogramm Solarstromspeicher

Ansprechpartner: Winfried Binder

28.4.2013 | Tour de Bioénergie – Ausflug in die Biomasseforschung

Körper und Geist konnten am 28.4.2013 die Teilnehmer der Fahrradexkursion zu Forschungsflächen mit schnell wachsenden Gehölzen trainieren. Die von der Energieagentur Region Göttingen e.V. organisierte Fahrradtour führte zu den im Forschungsprojekt BEST („Bioenergie-Regionen stärken“) untersuchten Ackerflächen in Friedland und Reiffenhausen. Weiden und Pappeln werden auf diesen Kurzumtriebsplantagen (KUP) angebaut, um Energieholz zu erzeugen.

Auf der Versuchsfläche in Friedland erklärte der Flächenbesitzer Melchior von Bodenhausen, dass er sich für das Experiment mit KUP entschieden hat, da die betroffene Fläche für ihn nur schwer zu bewirtschaften ist  und damit eine Nutzung mit wenigen Arbeitseinsätzen für ihn besonders attraktiv erscheint. Zudem möchte er mittelfristig mit dem Holz von der KUP seine eigene Energieversorgung sichern.

Gerald Busch, Mitglied von BEST, hatte bereits die Bereitschaft seitens der Landwirtschaft festgestellt, Flächen für den KUP-Anbau zur Verfügung zu stellen. Doch obwohl im Landkreis gute naturräumliche Bedingungen für den Anbau existieren, werden momentan vorhandene Potenziale aufgrund ökonomischer und politischer Unsicherheiten nicht ausgeschöpft. Exemplarisch konnte für die Gemeinde Friedland verdeutlicht werden, dass sich gute bis sehr gute Ertragsbedingungen für KUP auf Ackerflächen mit zusätzlichen ökologischen Leistungen, wie z.B. dem Erosionsschutz oder aber dem Grundwasserschutz kombinieren lassen.

Ansprechpartnerin: Dr. Inga Mölder

2.4.2013 | Neues Kundencenter in Duderstadt mit der Haushalts-Energieberatung der Energieagentur Region Göttingen

Mit der Eröffnung des neuen Kundencenters in Duderstadt der Eichsfelder Energie- und Wasserversorgungs GmbH (EEW) und der HarzEnergie gehen die beiden Unternehmen zukünftig auch im Kundenservice gemeinsame Wege. Mit der Unterstützung der Energieagentur ist dort nun eine neue EnergieSpar-Sprechzeit etabliert worden. Seit April stehen nun auch in Duderstadt (Marktstraße 89) Haushalts-Energieberater bereit. Jeden Montag wird von 10 bis 11 Uhr eine professionelle und kostenlose Energieberatung angeboten. Damit besteht nun der siebte Standort, an dem eine wöchentlich EnergieSpar-Sprechzeit angeboten werden kann.

Ansprechpartnerin: Ute Wetzel

Wetterbedingte Stromschwankungen sind durch Speicher und Lastmanagement ausgleichbar

Pretzel / photocase.com

Winde wehen unterschiedlich und auch Wolken vor der Sonne sind nicht steuerbar. Diese Tatsache erfordert, dass mit dem Wachstum erneuerbarer Energien auch flexible Möglichkeiten zum Ausgleich im Stromsystem geschaffen werden müssen, die es bereits gibt.

Für den selbst genutzten Sonnenstrom vom eigenen Dach sind Batterie-Speicher zum Trend geworden - insbesondere seitdem diese mit einem Zuschuss gefördert werden. So können auch die Stromkosten zu Hause gering gehalten werden.  (www.solarportal-goettingen.de | www.solarwirtschaft.de/PDF)

Lassen sich aber auch bei 100%-Regenerative-Energien die Stromschwankungen ausgleichen? Eine Studie des BEE (Bundesverband Erneuerbare Energien) gibt darauf eine positive Antwort.

Die Studie belegt, dass auch bei 100%-Regenerative-Energie ausreichende technische Ausgleichsmöglichkeiten bestehen – wenn das Stromnetz nach den Anforderungen der erneuerbaren Energien weitestgehend ausgebaut wird. Bei Verzögerungen im Netzausbau werden einige Ausgleichsmöglichkeiten deutlich früher sinnvoll. Die Studie verschafft einen Überblick über die unterschiedlichen Ausgleichsmöglichkeiten: Mit dem "Demand Side Management" wird die Stromnachfrage in Industrie und Haushalten durch Lastmanagement gesteuert, um sie dem schwankenden Angebot anzupassen. Der Strombedarf kann auch Teile der Stromerzeugung steuern. Das geht beispielsweise mit Biomethan in stromgeführten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen oder für eine gewisse Zeit noch mit bestehenden fossilen Kraftwerken insbesondere hochflexiblen Gaskraftwerken. Als Speicher dienen Pumpspeicher, Druckluftspeicher, Batteriespeicher und das große Gasnetz. Im Gasnetz können Biomethan und Gas aus umgewandelten Stromüberschüssen mittels "Power to Gas" gespeichert werden. Überschüssiger Strom kann auch als Warmwasser gespeichert werden. Die Studie weißt jedoch auch darauf hin, dass politische Maßnahmen notwendig sind, um diese Ausgleichsmöglichkeiten zu erschließen. Für die viele Ausgleichsmöglichkeiten muss zunächst in technische Erweiterungen und ganze Systeme investiert werden. Zur Studie:  "Möglichkeiten zum Ausgleich fluktuierender Einspeisungen aus erneuerbaren Energien"

Als eine von sechs Modellregionen wurde im Harz die "RegModHarz" geschaffen. In dem Pilotprojekt wurde unter anderem die Schaltzentrale eines virtuellen Kombikraftwerks entwickelt. Diese steuert und koordiniert die vielfältigen Stromerzeuger, Speicher und Verbraucher – hin zu einem in sich ausgeglichenen virtuellen Kraftwerk. Möglich wird dies durch Kommunikationstechnologie, Wetterprognosen und Bedarfsdaten. RegModHarz führt vor, dass auch bei einem maximalen Anteil erneuerbarer Energien das Stromnetz stabil bleiben und die Versorgungssicherheit gewährleistet werden kann. www.regmodharz.de

Dem Speicherthema widmen sich ebenfalls die Netzwerkmitglieder der "Landesinitiative Energiespeicher und -systeme Niedersachsen", dessen Koordinationsbüro sich in Göttingen befindet. Mit der Vernetzung von Wirtschaftsunternehmen und Forschungseinrichtungen soll Niedersachsen als Technologiestandort positioniert werden.  www.energiespeicher-nds.de

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