Newsletter Frühjahr 2012

Neues von der Energieagentur

Liebe Mitglieder,

energiepolitisch war das erste Viertel in 2012 sehr aufregend. Der Bundestag hat Ende März die EEG-Novellierung beschlossen und damit zu der bereits beschlossenen Senkung der Einspeisevergütung weitere Kürzungen bei der Solarstrom-Förderung eingeleitet. Zwar steht die notwendige Zustimmung des Bundesrates noch aus, doch haben die Ankündigungen und die faktischen Kürzungen zum 1. April bereits jetzt Wirkungen gezeigt. Nicht nur große Unternehmen der Solarbranche haben unter Umsatzeinbrüchen zu leiden. Auch unsere regionale Wertschöpfung wird davon betroffen sein, denn kleine und mittlere Unternehmen im Bereich Planung und Installation können weniger Aufträge generieren. Trotz dieser Veränderungen dürfen wir jedoch eines nicht aus dem Blick verlieren: die Solarenergie wird auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler der regionalen Energieversorgung sein. Aus diesem Grunde freue ich mich Ihnen unser neues Solarportal im Rahmen der Woche der Sonne am 10. Mai präsentieren zu können.

Neben diesen spannenden neuen inhaltlichen Entwicklungen in der Energieagentur möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei Frau Wemheuer bedanken, die in den letzten 2 Jahren als Vorsitzende des Vereins stets mit Rat und Tat dabei war, um die Energieagentur dahin zu bringen wo sie jetzt ist. Das Team der Energieagentur freut sich nun auf die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorsitzenden Herrn Dienberg.

Ich verbleibe mit sonnigen Grüßen und freue mich, Sie alle am 10. Mai begrüßen zu können.

Ihre

Doreen Fragel

 

Aktuelles

Schaufenster E-Mobilität
Anfang April benannte die Bundesregierung die vier Modellregionen, welche in den kommenden drei Jahren  als nationale "Schaufenster Elektromobilität“ gefördert werden. Zu diesen Modellregionen zählt auch die Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.
Das Centrum Neue Energien (CNE) aus Jühnde koordiniert dafür die Aktivitäten in der Region Südniedersachsen. Zu den Projekten gehören der Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Entwicklung von Car-Sharing-Konzepten und der Einsatz von intelligenten Strommanagement-Konzepten.

Wahl eines neuen Vorstandes
Auf der Mitgliederversammlung am 29.3.2012 wurde satzungsgemäß ein neuer Vorstand für den Zeitraum 2012 – 2014 gewählt. Der neue Vorstandsvorsitzende ist Herr Thomas Dienberg, stellvertretende Vorsitzende Frau Christel Wemheuer. Einen Wechsel gibt es bei der Besetzung des Schriftführers: Herr Dr. Gerd Rappenecker übernimmt die Position für Herrn Gerhard Weideling. Alle weiteren Vorstandsmitglieder haben sich bereit erklärt, weiterhin Ihr Amt im Vorstand wahrzunehmen: Herr Uwe Maier als Schatzmeister und als Beisitzer Herr Wolfgang Regenhardt, Herr Ezra W. Kurth und Herr Günther Geese. Als kommenden Arbeitsschwerpunkt betonte der frisch gewählte Vorstandsvorsitzende Thomas Dienberg: "Für die Energieagentur ist es jetzt am Wichtigsten unsere Projekte zu verstetigen und weiterzuentwickeln, nach dieser Zeit des rapiden Wachstums der vergangenen zwei Jahre."

Ökoprofit 2012
Auch in 2012 wird es wieder eine Ökoprofit Runde in Göttingen geben. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Ökoprofit Runde 2011 im März d.J. sind die Initiatoren motiviert, nun wieder 10-15 Betriebe der Region für das einjährige Umweltmanagementprogramm gewinnen zu können. Anmeldungen nimmt die GWG entgegen. Weitere Informationen sind auf unserer Seite zu finden.

Aktionstag Nachhaltiges Waschen
In der Woche um den 10.Mai findet traditionell bundesweit der Aktionstag Nachhaltiges Waschen statt. Initiiert wird diese Aktion vom Forum Waschen. Motiviert durch die BBS III am Ritterplan in Göttingen beteiligt sich auch die Energieagentur in der Woche vom 8.-11.Mai an dem Programm. So zieht das Team aus Berufsschülern der Göttinger und Hann.Mündener Berufsschule gemeinsam mit den sechs Haushaltsenergieberatern vom Marktplatz in Göttingen über mehrere weitere Stationen in der Stadt, bis nach Bovenden und Hann.Münden. Mit unterschiedlichen Waschmittelproben, Spülmitteln, Messbechern u.a. sollen so Kunden zum Thema Reinigen, Spülen, Waschen und Trocknen beraten werden. Die Aufbereitung von Trinkwasser ist ein energieintensiver Prozess - es können Wasser und Energie gespart werden.n.

Personalentwicklung

Im März diesen Jahres hat sich einiges im Team der Energieagentur verändert. Zunächst konnten wir als weitere Haushaltsenergieberaterin Frau Judith Reitemeyer einstellen. Sie komplettiert nun das sechsköpfige Beraterteam.

Ende März ist Frau Wiebke Kanngießer aus der Energieagentur ausgeschieden. Aus persönlichen Gründen wird sie nun in ihrer alten Heimat wirken. Frau Kanngießer hat die Energieagentur von Anfang an mit begleitet, ihre Kreativität und Kraft mit in die Etablierung dieser Agentur gesteckt. Wir danken ihr sehr für ihr Engagement in den letzten zwei Jahren in Göttingen und wünschen ihr alles Gute und viel Energie!

Zum 14.5.2012 wird eine neue Projektleitung für die Haushalts-Energieberatung gesucht.

Neue Informationsplattform www.solarportal-goettingen.de geht online

Bei der Informationsveranstaltung „Solarenergie – auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler der regionalen Energieversorgung!” wird die Energieagentur Region Göttingen am 10. Mai ihr neues Solarportal der Öffentlichkeit vorstellen.

Mit dem Solarportal als zentrale Informationsplattform für Eigenheimbesitzer, Solarinteressierte und Solarinvestoren möchte die Energieagentur Region Göttingen neue Impulse für den regionalen Ausbau der Solarenergie und eine damit verbundene regionale Wertschöpfung geben. Im Mittelpunkt steht dabei eine Hilfestellung zur Umsetzung der eigenen Solaranlage.

Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, die Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, die Wirtschaftsförderung Region Göttingen und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen sind Partner dieses internetbasierten Solarportals.

Das Solarportal ist in drei Bereiche untergliedert:

  • Solar-Informationen: Hier findet man Erläuterungen zur Funktionsweise von thermischen Solaranlagen und Photovoltaikanlagen. Außerdem gibt ein Wegweiser Hilfestellungen zu den wichtigsten Stationen bei der Realisierung von Solaranlagen.
  • Solar-Dachbörse: Auch ohne eigenes Dach kann man Photovoltaikanlagen realisieren. In der Dachbörse kann man kostenlos Dachflächen-Angebote und Dachflächen-Gesuche für die Fremdnutzung inserieren.
  • Solar-Branchenbuch: In dem Branchenbuch haben regionale Fachbetriebe die Möglichkeit sich kostenlos zu präsentieren. Hier findet man den passenden Planer oder Handwerker für die Umsetzung von Solarwärme- oder Solarstromanlagen.

10. Mai 2012: Informationsveranstaltung zur Solarenergie
mit Rainer Hinrichs-Rahlwes, Präsident der European Renewable Energies Federation


Die Energieagentur Region Göttingen veranstaltet am 10. Mai 2012 in der Berliner Straße 2, 37073 Göttingen einen Informationstag mit dem Titel „Solarenergie – auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler der regionalen Energieversorgung!”:

Von 13:30 bis 18:00 Uhr richtet sie sich mit dem Seminar „Photovoltaik-Anlagen: Lohnt sich die Neuinvestition noch?“ insbesondere an Fachleute und Photovoltaik-Investoren die sich genauer mit dem Thema auseinandersetzen möchten. Das Seminar wird gemeinsam mit der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) durchgeführt. Programm

Ab 18:00 Uhr beginnt der öffentliche Veranstaltungsteil bei einem Informationsaustausch mit Imbiss. Im Vortragsprogramm ab 19:00 Uhr werden der Gastreferent aus Berlin, Rainer Hinrichs-Rahlwes und lokale Solarakteure die Rolle der Solarenergie für eine nachhaltige Energieversorgung erläutern und diskutieren. Des Weiteren wird auch das Solarportal der Energieagentur Region Göttingen als neues Informationsangebot im Internet präsentiert. Die Abendveranstaltung wird gemeinsam mit der VGH Göttingen durchgeführt. Programm

Ansprechpartner: Winfried Binder

Schnell wachsende Gehölze auf unserem Land? Zweite Veranstaltung zu neuem Biomasse-Anbausystem bringt Landwirte und Planungsinstanzen an einen Tisch

Schnell wachsende Gehölze, die bereits nach 3 bis 5 Jahren geerntet werden können, erlangen zunehmend Bedeutung bei der Produktion von Biomasse als regenerative Energiequelle. Die Anlage so genannter Kurzumtriebsplantagen (KUP) schreitet jedoch u. a. durch Unsicherheiten nur zögerlich voran. Um die auf einer Vorgängerveranstaltung geäußerten Fragen und Bedarfe zu bedienen und damit die Umsetzung voran zu bringen, fand am 28.2.2012 eine Informationsveranstaltung im Rahmen des Forschungsprojektes BEST statt. In Göttingen diskutierten Landwirte, Forscher, Fachunternehmen und ein Vertreter des Landkreises über rechtliche Rahmenbedingungen und Eignungsflächen für KUP. In Kooperation mit dem Landvolk Göttingen, dem 3N-Kompetenzzentrum und weiteren Vertretern des BEST-Projektes konnten Referenten gewonnen werden, die Informationen zu Rechtslage, Fördermöglichkeiten und Abnehmerstrukturen für Landwirte anbieten konnten.
 
Dabei wurde noch einmal deutlich gemacht, dass KUP auf Ackerfläche prinzipiell kein Problem ist. Die rechtlichen Rahmenbedingungen und Förderstrukturen wurden von einer Expertin aus dem KUP-Netzwerk erläutert, die für die Veranstaltung vom ttz Bremerhaven anreiste. Sonderfälle wie die Anlage von KUP auf Grünland, Überschwemmungsgebieten und unterschiedlichen Schutzgebieten in der Region wurden ebenfalls durchleuchtet. Die Anlage von KUP unterliegt hier verschiedenen Restriktionen und bedarf einer Einzelfallprüfung. Analysen des Flächenpotentials für KUP im Landkreis zeigten jedoch, dass ökologische Synergien, die Ziele von Landwirtschaft und Naturschutz miteinander verbinden, möglich sind. Die Vorträge der Veranstaltung finden Sie auf unserer Homepage im Veranstaltungsarchiv.
 
Beispielflächen, wie sie durch das BEST-Projekt im Landkreis Göttingen angelegt wurden, helfen nicht nur als „Anschauungsmaterial“ sondern auch bei der Optimierung von KUPs, insbesondere auch vor dem Hintergrund der Klimaentwicklung. Bedingt durch die extreme Trockenheit im Frühjahr 2011 kam es zu Anwuchsverlusten von bis zu 30 % auf der Versuchsfläche in Reiffenhausen. Hier wurde bereits per Hand nachgebessert. Auf der Fläche in Friedland kam es durch ungünstige Ausgangsbedingungen zum Projektbeginn (keine Möglichkeit zum Einsatz eines Totalherbizides vor dem herbstlichen Flächenumbruch) und einem folglich starken Unkrautbewuchs zum Totalausfall. Daher wurde diese ca. 2 ha große Versuchsfläche am 03.05.2012 maschinell neu gepflanzt (Pappelklon Max 1, ca. 10.000 Stecklinge pro ha).

Ansprechpartner: Dr. Inga Mölder

Förderprogramm Altbausanierung – Wirksamer Klimaschutz und regionale Wertschöpfung

Seit dem 1.9.2011 sind 55 Anträge auf Zuschüsse zur energetischen Modernisierung in der Energieagentur Region Göttingen eingegangen. Im Falle der Bewilligung durch den Landkreis Göttingen werden damit Investitionen von 1.030.497,30 € ausgelöst. Diese regionale Wertschöpfung stärkt oftmals Handwerksbetriebe aus Südniedersachsen.

Sparsame Gebäude sind eine der entscheidenden Stellschrauben für eine verwirklichte Energiewende: Wärme in Gebäuden bedarf noch 40% der Primärenergie in Deutschland und verursacht derzeit 35 % der nationalen Treibhausgas-Emissionen. Bisher reichen im Bundesdurchschnitt die Anstrengungen noch nicht aus. Es werden jährlich zwar bereits knapp 1 % der Gebäude im Bestand saniert, erforderlich ist aber eine jährliche Sanierungsrate von 2 % bis 2050.

Das Förderprogramm Altbausanierung des Landkreises Göttingen bietet Zuschüsse von bis zu 4000 € für private Gebäude, um die finanzielle Hemmschwelle zu verringern. Gefördert werden neben baulichen Wärmeschutzmaßnahmen auch der Einbau von von Blockheizkraftwerken (BHKW), thermischer Solaranlagen für die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Holzpelletkessel und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.

Ansprechpartnerin: Corinna Fiege-Borchert

Wettbewerb - Unser Dorf spart Strom

Der Wettbewerb „Unser Dorf spart Strom!“ richtet sich an alle südniedersächsischen Ortschaften mit 100 bis 1.500 Einwohnern. Voraussetzung ist, mindestens die Hälfte aller Haushalte im Ort zum Mitmachen zu bewegen. Erfasst wird der Stromverbrauch für den Zeitraum von sechs Monaten und zwar von Mitte bis Ende dieses Jahres.
Die besten Stromsparer erhalten eine Fotovoltaikanlage, die beispielsweise auf dem Dach des Dorfgemeinschaftshauses installiert werden kann. Die Erträge fließen dann als zusätzliche Einnahme in die Budgets des Ortsrates. Die Preise werden von den elf Stromnetzbetreibern der Region zur Verfügung gestellt.

Ziel des Wettbewerbs ist es, dass Energiesparen ins Gespräch zu bringen. Motivation und Hilfestellung zur Änderung des eigenen Verbraucherverhaltens zur Einsparung von Energie und damit von Energiekosten stehen im Fokus des Wettbewerbs.

Die Landkreise Göttingen, Northeim und Osterode veranstalten diesen Wettbewerb, um herauszufinden, welches das sparsamste Dorf in Südniedersachsen ist.
Die Kreise arbeiten dabei mit der Energieagentur Region Göttingen, den Regionalmanagements der Landkreise Göttingen und Osterode, der Bioenergieoffensive Südniedersachsen im Kreis Northeim, dem Centrum Neue Energien sowie mit allen regionalen Betreibern der Stromnetze zusammen.

Fakten:

  • Anmeldeberechtigt sind 300 Dörfer in 3 Landkreisen
  • 11 regionale Netzbetreiber sind mit dabei
  • 3 Fotovoltaik-Anlagen winken als Gewinne
  • Gewinn erhöht sich durch die Einspeisung um schätzungsweise 6.000 € in 20 Jahren

Ansprechpartnerin: Doreen Fragel

Haushaltsenergieberatung – Das Beratungsangebot wird sehr gut angenommen und Aktionstag Nachhaltiges (Ab-)Waschen

Zu Beginn diesen Jahres konnten neue Kooperationspartner für das Projekt Haushaltsenergieberatung gewonnen werden: so können jetzt auch die Bürger in und um Hann.Münden das Angebot wahrnehmen. Die Versorgungswerke Hann.Münden und der Gemeinnützige Bauverein Münden unterstützen das Angebot und haben mit dem Versand ihrer Energiekostenrechnungen gleichzeitig die Flyer zur Haushaltsenergieberatung an die Kunden gebracht. 18.000 Kunden wurden angeschrieben. Bislang haben 36 Mieter und Hauseigentümer eine Vor-Ort-Beratung genossen.
Auch die Gemeindewerke Bovenden fördern das Projekt. Wöchentlich werden Sprechzeiten im Geschäftssitz der Gemeindewerke angeboten. So können die Bewohner des Flecken Bovenden direkt Rat suchen oder einen Termin zur Vor-Ort Beratung vereinbaren. Seit Januar haben das bereits 29 Kunden beansprucht.

In der Woche vom 8.-11.5. wird das Team der Haushaltsenergieberater in diesen Standorten und drei weiteren der Stadt Göttingen auf das wichtige Thema Waschen, Reinigen und Trocknen mit bunten Aktionen zum Mitmachen und Anfassen aufmerksam machen. Nachhaltiges Verbraucherverhalten beinhaltet neben der zielgerichteten Hygiene auch den Blick auf Energie- und Wasserverbrauch sowie die richtige Dosierung von Wasch- und Reinigungsmitteln. Die Aufbereitung von Trinkwasser ist ein energieintensiver Prozess - es können Wasser und Energie gespart werden. Im Privathaushalt kann ein wertvoller Beitrag zur Schonung der Umwelt und der Haushaltskasse geleistet werden. Technische Weiterentwicklungen und innovative Wasch-, Spül- und Reinigungsmittel in Kombination mit Haushaltsgeräten, ermöglichen bei der Reinigung von Wäsche, Geschirr und Wohnung, den Verbrauch von Strom und Wasser zu reduzieren. Oftmals sind es viele Kleinigkeiten, mit denen jeder selbst an der Kostenschraube drehen kann. Die Stromrechnung jagt vielen Verbrauchern einen Schrecken ein. Auch das Wasser aus der Leitung ist nicht kostenlos. Gezieltes Einsparen von Energie- und Wasser ist eine gute Möglichkeit, diese Kosten zu reduzieren. Wie das geht, werden die Haushaltsenergieberater gemeinsam mit Schülern der Berufsschulen aus Göttingen und Hann.Münden zeigen.

Ansprechpartnerin: Doreen Fragel

Ökoprofit Göttingen 2011 - Eine erfolgreiche Bilanz des betrieblichen Umweltschutzes

Nach einem Jahr intensiven Engagements im Bereich Umwelt wurden die Voraussetzungen zur Auszeichnung als ÖKOPROFIT-Betrieb bei 12 Teilnehmern erreicht. Wolfgang Meyer, Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, übergab bei der offiziellen Abschlussveranstaltung zum Frühlingsanfang am 21. März 2012 die Auszeichnungsurkunden.

Dass mit Umweltschutz Geld gespart werden kann, bewiesen die 12 Betriebe, die an ÖKOPROFIT Göttingen teilgenommen haben. Im besonderen Ambiente des alten Wasserwerks wurden die Projektergebnisse und einige Best-Practice Beispiele aus den teilnehmenden Betrieben vorgestellt. Bei der Auswertung der ökologischen und ökonomischen Erfolge der durchgeführten Maßnahmen zeigte sich, dass alle Firmen Einsparungen erzielen konnten. Insgesamt sparen die 12 Unternehmen jährlich die beeindruckende Summe von mehr als 94.500 Euro ein.

Die finanziellen Einsparungen sind mit beachtlichen Verbesserungen der betrieblichen Umweltleistungen verbunden. Pro Jahr verringert sich der Energieverbrauch der teilnehmenden Betriebe um ca. 275.000 kWh. Als Konsequenz dieser Maßnahmen reduzieren sich die CO2-Emissionen pro Jahr um über 266.000 kg. Zusätzlich werden jährlich etwa 50.000 Liter Wasser und annähernd 40.000 Blattpapier eingespart.

Ausgezeichnet wurden folgende 12 Unternehmen:

  • ASC Göttingen von 1846 e.V.
  • bode Energie- und Sicherheitstechnik GmbH
  • Einbecker Brauhaus AG
  • GWG Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen mbH
  • Hermann GmbH
  • Hotel Freizeit In GmbH
  • Berufsbildende Schulen II Northeim
  • MOD GmbH & Co. KG
  • Stadtwerke Göttingen Aktiengesellschaft
  • VGH Regionaldirektion Göttingen
  • Wilh. Lambrecht GmbH
  • WRG Wirtschaftsförderung Region Göttingen

Ansprechpartnerin: Doreen Fragel

Gesunde Luft, gesundes Klima - Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

In den „guten alten Zeiten“ hat uns niemand vorgeschrieben wie wir unsere Häuser zu dämmen, abzudichten, zu heizen und zu belüften haben. Heute haben wir den Treibhauseffekt, hohe Energiekosten und viele von uns halten sich auch am Tag die meiste Zeit in geschlossenen Gebäuden auf. Der Geldbeutel, der Gesetzgeber und unser Erkenntnisstand über die Gefahren für das Klima und damit für unseren Lebensraum zwingen uns sparsam mit Energie umzugehen.

Zur Einsparung von Heizenergie werden erhebliche Summen in die Wärmedämmung und in die Abdichtung der Gebäudehülle investiert. Die Energieverluste durch die Bauteile (Transmissions-Wärmededarf) und durch Luftströmungen über Undichtigkeiten nach außen (Teil des Lüftungs-Wärmebedarfes) werden deutlich vermindert. Der Transmissionswärmebedarf sinkt in der Regel im Verhältnis zum Lüftungswärmebedarf (den für Bauteil- und Gesundheitsschutz notwendigen Luftaustausch vorausgesetzt) deutlich ab. Die anteiligen Kosten für den Lüftungswärmebedarf steigen also an. Die Fenster geschlossen zu halten senkt zwar die  Energiekosten führt aber zu ungesunden Raumluftverhältnissen und möglicherweise zu Schimmel und Bauschäden.

Der Mensch verbraucht je nach Aktivität zwischen 15 und 30 m3 Luft in der Stunde. Die Raumluft wird mit CO2, Feuchtigkeit sowie weiteren Gasen und Stoffen angereichert. Ein Schlafraum für eine Person hat heute eine Fläche von ca. 15,0 m2 und ist 2,50 m hoch, das Volumen beträgt dann ca. 37,5 m3. Soviel frische Luft steht für 6-8 Stunden Schlaf zur Verfügung. Für einen erholsamen Schlaf sind 5-6 cbm Frischluft pro Stunde jedoch deutlich zu wenig. Schlafen bei offenem Fenster und geschlossenem Heizkörperventil führt zwar zu ausreichend Frischluft, jedoch kühlen die Bauteilinnenoberflächen eventuell so stark ab, dass an exponierten Stellen (Wärmebrücken) Tauwasser ausfällt und Schimmel entstehen kann. Durch das offene Fenster entweicht zudem trotz des abgedrehten Heizkörpers sehr viel Energie, da über die Innenwände und Innentüren Wärme an den Schlafraum abgegeben wird.
Ohne ein Lüftungskonzept sind heutige Gebäude weder im Sinne der Energieeinsparung noch im Sinne von Gesundheitsschutz und Behaglichkeit sicher zu betreiben. Ein Lüftungskonzept kann auch darin bestehen, dass ein Plan erstellt wird in dem vorgegeben ist wann, bei wieviel Leuten und welcher Aktivität, welche Fenster wie lange geöffnet werden müssen.
Funktionaler sind mechanische Lüftungsanlagen über die ein geregelter Luftwechsel je nach Erfordernis eingestellt werden kann. Dabei sind im Wesentlichen zwei Anlagentypen zu unterscheiden, die reine Abluftluftanlage und die Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Bei der reinen Abluftanlage erzeugt ein Ventilator einen Unterdruck und die Frischluft strömt durch Außenwandventile (können auch in die Fenster integriert sein) in das Gebäude. Diese Zuluftventile sind in den Aufenthaltsräumen möglichst in der Nähe der Heizkörper angeordnet. Über die Abluftventile (in Nebenräumen wie Bad, WC, Flure) wird die verbrauchte Luft abgezogen.
Bei der Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung wird die Frischluft zentral angesaugt und über ein Rohrnetz an die gewünschten Stellen geführt. In dem Lüftungsgerät werden sowohl die Frischluft als auch die Abluft durch einen hocheffizienten Wärmetauscher in getrennten Kammern geführt. Hier gibt die Abluft den größten Teil der enthaltenen Wärme (bis zu 85%) an die Frischluft ab. Die Frischluft kommt vorgewärmt ins Haus und die Lüftungswärmeverluste werden deutlich reduziert.
Heutige Lüftungsanlagen laufen mit energieeffizienten Gleichstrom Ventilatoren und sind einfach zu bedienen. Eine kontinuierliche Versorgung mit frischer Außenluft, ein verbesserter Gesundheits- und Gebäudeschutz, bei weiterer Verringerung des Heizwärmebedarfes sind kaum zu widerlegende Argumente.
Ein weiterer Vorteil der Lüftungsanlagen ist, dass durch Filter Schwebstoffe wie Pollen aus der Zuluft ausfiltert werden können.
Und wer dann hin und wieder mehr von draußen ins Haus lassen will, der reißt die Fenster für ein paar Minuten auf und weiß, dass die Energiebilanz des Hauses, der Wohnung dadurch nicht wesentlich verändert wird.

Ansprechpartner: Ingo Voges - Architekturbüro Sittig + Voges

Ausblick

2.6.2012: Frieda - Gewerbeschau in Friedland

5.6.2012: Infoveranstaltung für den Wettbewerb "Unser Dorf spart Strom!"

13.+15.7.2012: Tag der Niedersachsen in Duderstadt

Was wollen Sie wissen?

Ihnen brennt eine Fachfrage oder ein Thema unter den Fingernägeln? Wir bieten Ihnen Antworten. Sollte Ihre Frage uns für die gesamte Leserschaft spannend erscheinen, werden wir über diese im nächsten Newsletter berichten. Andernfalls antworten wir Ihnen gerne per E-Mail. info@energieagentur-goettingen.de

 

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