Newsletter November 2011

Neues von der Energieagentur

Liebe Mitglieder,

die Aufgaben der Energieagentur werden vielfältiger und vernetzen zunehmend die Akteure der Region: kommunale Energieversorger, Innungen oder Bürgermeister stehen zur Zeit mehr denn je im Austausch mit uns. Wir freuen uns über diese Entwicklung und bauen damit auf eine nachhaltige Etablierung unserer Projekte. Auch personell zeigen sich Veränderungen, um die Aufgabenfülle zu bewältigen: Der Bereich der Haushaltsenergieberatung etabliert sich, so dass viele Kunden eine Beratung in Anspruch nehmen können. Neu in der Energieagentur ist die Bearbeitung des Förderprogramms Altbausanierung des Landkreises Göttingen. In Kombination mit der weiterhin kostenlosen Initialberatung können nun Hauseigentümer effiziente Sanierungen in Angriff nehmen. Damit können wir insgesamt die Energieeinspar- und Energieeffizienzziele weiter voranbringen.

Liebe Mitglieder, ich wünsche Ihnen weiterhin einen sonnigen Herbst und verbleibe mit besten Grüßen.

Ihre

Doreen Fragel

 

Aktuelles

„Bürgerdialog Energietechnologien der Zukunft“ - Netzwerkmanager Binder vertritt Energieagentur als Energieexperte in Berlin
Der Bürgerdialog, das bundesweite Beteiligungs-Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bezieht Bürger in die Energiediskussion ein, um Handlungsempfehlungen an die Bundesregierung zu übermitteln. Beim abschließenden Bürgergipfel am 5. und 6. November in Berlin vertritt Winfried Binder als begleitender Experte die Energieagentur. Am 18. August  wurde bereits eine Bürgerwerkstatt in Göttingen durch die Energieagentur ausgerichtet.

Förderprogramm Altbausanierung des Landkreises Göttingen gestartet
Das Förderprogramm Altbausanierung des Landkreises Göttingen startete zum 1.9.2011.

Sommerfest der Energieagentur - Viele regionale Hände schaffen eine schnelle Energiewende
Am 30.08.2011 feierte die Energieagentur ihr Sommerfest mit über 100 Gästen. Neben dem Austauschen in angenehmer Atmosphäre, wurde gemeinsam eine symbolische Energiewende mithilfe einer Energiewaage erzielt. Dafür hatte jeder Gast seine persönlichen Motivation für den Klimaschutz in die Waageschale gelegt. In einem Videobeitrag wurde weiter deutlich, dass sich ein breites Netzwerk dem gemeinsamen Ziel 100% Erneuerbare Energien stellt.

 

Dürfen wir vorstellen: Verstärkungen für unser Team

Corinna Fiege-Borchert – Projektleiterin Förderprogramm Altbausanierung im Landkreis Göttingen
Nach abgeschlossenem Architekturstudium mit dem Schwerpunkt Denkmalpflege und Sanierung sowie einem Aufbaustudium zur Energieberaterin, arbeitet Sie ebenfalls in einem regionalen Unternehmen. Bei der  Energieagentur Region Göttingen betreut Sie das Projekt Förderprogramm Altbausanierung im Landkreis Göttingen. Erreichbar ist Sie Dienstags, Mittwochs und Donnerstags.

 


Marianne Pilz-Meißner - Finanzbuchhaltung und Sekretariat
Frau Pilz-Meißner hat 1987 ein Fachschulstudium Ing.-Ökonomie absolviert und konnte sich als Leiterin der Finanzbuchhaltung in einem mittelständischen Unternehmen profilieren.
Ihre Erfahrung und fundiertes Fachwissen wird sie für den Aufbau der Buchhaltung der jeweilligen Projekte sowie aller damit verbundenen Aufgaben im Verein einsetzen und erweitern können. Sie übernimmt zusätzlich die klassischen Sekretariatsarbeiten und pflegt die Mitgliederverwaltung.

 

Anton Schneppe – Haushaltsenergieberater
Nach Abschluss des Fachschulstudiums im Bauwesen und mehrjähriger Tätigkeit in verantwortlichen Positionen in der Gebäudewirtschaft hilft Herr Schneppe im Rahmen der Bürgerarbeit ab Oktober 2011 bei der Beratung der Privathaushalte im Raum Göttingen zur Energieeinsparung.


Windkraft: Wichtiger Baustein für die Samtgemeinde Dransfeld und die Region Informationsveranstaltung und Diskussion am 1. November 2011 in Jühnde

Die Samtgemeinde Dransfeld wie auch andere Gemeinden in der Region Göttingen haben erkannt, dass wir auf das Ziel einer 100%-igen Versorgung aus erneuerbaren Energien hinarbeiten müssen. Zur Erreichung dieses Ziels ist die Windkraft ein wichtiger Baustein.
Bei der Informationsveranstaltung am 1. November 2011 in Jühnde konnten rund 150 interessierte Teilnehmer einen breiten Überblick über das Thema Windkraft bekommen und sich mit den Referenten austauschen. In ihrem Beitrag machte Frau Fragel in Jühnde deutlich, dass sich inzwischen nicht mehr die Frage stellt, ob wir Windkraftanlagen in der Region wollen, sondern wie wir den Ausbau gestalten. Ziel der Energieagentur ist es, die Bürger vor Ort aktiv und umfassend in die Gestaltung von Windenergie-Projekten einzubinden. Sie sollen an der Entscheidungsfindung teilhaben und sich finanziell beteiligen können. So kann im Umfeld von Windkraftanlagen eine hohe Akzeptanz geschaffen werden.
Es zeigt sich, dass die Voraussetzungen zur Realisierung von Windkraftprojekten von Ort zu Ort unterschiedlich sind. Mit Informationsveranstaltungen, Arbeitsgruppen und Abstimmungsgesprächen wird sich die Energieagentur gemeinsam mit den Kommunen deshalb weiterhin dafür einsetzen, angemessene Lösungen für die jeweiligen Orte zu finden.

Ansprechpartner: Winfried Binder

Schnellwachsende Gehölze: Eine Option für Göttingens Landwirte

Für die Energiewende und das Ziel die Region Göttingen zu 100 % mit erneuerbaren Energien zu versorgen, ist das Heizen mit Holz ein Teil der Lösung. Die dadurch steigende Holz-Nachfrage kann durch den Anbau schnell wachsender Gehölze auf Ackerland mit gedeckt werden. Das Besondere dabei ist, dass nur einmal gepflanzt werden muss und mehrmals nach einer Wachstumszeit von 3 – 15 Jahren geerntet werden kann. Eine professionell geplante „Kurzumtriebsplantage“ bringt ökologische Vorteile für Boden, Wasser und Biodiversität.

Beachtet werden muss jedoch, dass mit der Bioenergie zusätzliche Anspruchsgruppen Land nutzen wollen, was zu Konflikten führen kann. Um die komplexe Thematik besser beurteilen zu können beteiligt sich die Energieagentur an dem Forschungsprojekt "BEST – Bioenergieregionen stärken". Darin werden unterschiedliche Bioenergieoptionen wie auch der Energieholzanbau untersucht und deren ökologische und ökonomische Konsequenzen bewertet. Die Energieagentur schafft dabei eine Verbindung von Forschern und Praktikern. Somit kann die Forschung praxisnah gestaltet und Praktiker können fundiert informiert werden.

Für Energieholz gibt es im Landkreis Göttingen bisher nur Versuchsanbauflächen. Die praktische Anbauentscheidung liegt beim Landwirt. Daher wird am 28.11.2011 gemeinsam mit dem Landvolk und dem Kompetenzzentrum 3N eine Veranstaltung zu diesem Thema für Landwirte angeboten. Dort werden Entscheidungsträger über das Forschungsprojekt und die Anbauoptionen informiert. Für die Forschung und Bioenergieberatung sollen aber auch die konkreten praktischen Bedenken der Landwirte zu Tage gefördert werden, da diese Fragen besonders wichtig sind.

Für die Etablierung schnellwachsender Gehölze in der Landwirtschaft wären Pionierprojekte wünschenswert, um regional verwertbare Anbauerfahrungen zu gewinnen.

Ansprechpartner: Kilian Rüfer

Anleitung zum Stromsparen - die Haushaltsenergieberatung der Energieagentur

Das mittlerweile aus drei Personen bestehende Team der Haushaltsenergieberater hat nach der Anlaufphase erfolgreich die Arbeit aufgenommen. Es wurden bis jetzt 34 Beratungen in Haushalten des Stadtgebiets und auch des Landkreises Göttingen durchgeführt. Dabei konnten alle Haushalte, von der Einraumwohnung bis hin zum Mehrfamilienhaus vom kostenlosen Service der Energieagentur profitieren. Vor allem wurden Messungen an sogenannter „Weissware“ durchgeführt, denn wenn diese veraltet sind verbrauchen sie im Haushalt den meisten Strom.

Zur Auswertung und Erfassung der Beratungen wurde eine Datenbank angelegt. Die Kunden erhalten postalisch eine Auswertung mit konkreten Hinweisen zur Einsparung und damit zur Anschaffung von Einsparhilfen z.B. Energiesparlampen.

Seit dem 17.10.2011 hatten vier weitere Interessierte des Projektes Bürgerarbeit die Möglichkeit, sich über die Arbeit der Haushaltsenergieberatung im Rahmen eines Praktikums zu informieren. Dabei wurde in Schulungen umfangreiches Fachwissen vermittelt. Bei eigenständigen Projektplanungen war auch die Kreativität der Teilnehmer gefordert. Mit dem mehrwöchigen Praktikum sollen geeignete Personen gefunden werden, mit denen Anfang 2012 das Team auf sechs Personen anwachsen wird. So sollen neben den Anlaufstellen im Stadtgebiet auch in Bovenden, Han. Münden und Duderstadt feste Sprechzeiten vor Ort zusätzlich angeboten werden, um interessierten Bürgern die Möglichkeit zu bieten, sich über Einsparmöglichkeiten im Haushalt zu informieren oder sich Ihre Stromrechnung erläutern zu lassen.

Im nächsten Jahr sollen besonders einkommensschwache Haushalte mit einem „Sparpaket“ unterstützt werden. Sie erhalten dann sinnvolle Stromsparhilfen nach Bedarf kostenlos von der Energieagentur.

Das Projekt wird in Zukunft von lokalen Energieversorgern und der Wohnungswirtschaft unterstützt.Wir freuen uns auf eine kreative und zielführende Arbeit in Stadt und Landkreis Göttingen.

Ansprechpartnerin: Wiebke Kanngießer

Förderprogramm Altbausanierung im Landkreis Göttingen

Seit dem 01.09.2011 hat der Landkreis Göttingen ein Förderprogramm für die energetische Optimierung von Wohngebäuden im Landkreis Göttingen aufgelegt. Damit verwirklicht der Landkreis einen Meilenstein zur Erreichung des 100%-Erneuerbare-Energien-Ziel bis 2040.
Ab sofort können Eigentümer von 1-10 Familienhäuser des Landkreises Göttingen die Förderung von bis zu 4.000 Euro in Anspruch nehmen, wenn sie Dämmmaßnahmen am Haus ausführen sowie Fenster oder Außentüren austauschen wollen. Gefördert wird auch der Einbau von Blockheizkraftwerken (BHKW), thermischer Solaranlagen für die kombinierte Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung, Holzpelletkessel und Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.

Mit dem Förderprogramm Altbausanierung, dass bis Ende 2013 mit einer Million Euro ausgestattet ist, soll die nachhaltige Einsparung von Heizenergie im Landkreis Göttingen durch verbesserten Wärmeschutz der Wohngebäude erreicht werden. Somit wird ein entscheidender Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emmissionen im Landkreis Göttingen geleistet.

Die Förderung kann bei der Energieagentur Region Göttingen beantragt werden, die bereits seit gut einem Jahr bei der energetischen Sanierung von Gebäuden berät.
Eine wichtige Voraussetzung für die Beantragung der Fördermittel ist, dass die Kunden zuvor eine ganzheitliche, qualifizierte Energieberatung vor Ort in Anspruch nehmen, mindestens aber eine Initialberatung Altbausanierung durchführen lassen.

Nur so kann die Energieagentur Region Göttingen gewährleisten, dass die geforderten energetischen Standards der Richtlinie „Förderprogramm Altbausanierung im Landkreis Göttingen“ eingehalten und sinnvolle Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Gefördert werden ausschließlich Leistungen von Fachbetrieben. Die technischen Mindestanforderungen entsprechen denen der KfW-Bankengruppe.

Ansprechpartner: Corinna Fiege-Borchert

Run auf die „Initialberatung Altbausanierung“ – Energieagentur setzt Beratung mit Hilfe alter und neuer Sponsoren fort.

Mehr Menschen als erwartet haben die „Initialberatung Altbausanierung“ der Energieagentur Region Göttingen in Anspruch genommen.
Weil regionale Sponsoren, wie die Sparkassen Göttingen, Duderstadt und Münden, ihr Engagement bei der „Initialberatung Altbausanierung“ fortsetzen und zudem mit der Raiffeisen Warenzentrale Kurhessen-Thüringen (Niederlassung Winkelhoff und Gläser, Göttingen) ein neuer Unterstützer gewonnen werden konnte, können sich Hausbesitzer in Stadt und Kreis Göttingen weiterhin an die Energieagentur wenden.

Die Resonanz auf die Beratungen vor Ort ist „absolut positiv“ gewesen. Viele sind einfach dankbar für die Tipps gewesen, die sie bekommen haben. Die Beratungen waren oft der zündende Funke für eine Sanierungsmaßnahme.

Interessierte Hauseigentümer, die eine „Initialberatung Altbausanierung“ beantragen wollen, wenden sich formlos an die Energieagentur Region Göttingen. Der Verein vermittelt dann einen Gebäudeenergieberater, der mit den Interessenten einen Beratungstermin in ihrer Immobilie vereinbart.

Ansprechpartnerin: Corinna Fiege-Borchert

Niedersächsische Klimaschutzinstitution

Die Regierungskommission Klimaschutz wird der Landesregierung empfehlen, eine Niedersächsische Klimaschutzinstitution einzurichten. Das Niedersächsische Ministerium für Umwelt und Klimaschutz (MU) hat dazu eine Arbeitsgruppe eingerichtet, in der das Aufgabenspektrum sowie die institutionelle Ausgestaltung einer solchen Einrichtung erarbeitet wurden.
Innerhalb dieser Arbeitsgruppe hat die Energieagentur Region Göttingen deutlich gemacht, dass grundsätzlich solch eine Institution begrüßt wird, die als zentraler Ansprechpartner für lokale Energieagenturen und Verbände zur Verfügung steht. Zum aufgestellten Anforderungskatalog gehört neben der ständigen Einbindung der regionalen Akteure auch die enge Abstimmung bei der Planung landesweiter Aktionen und Kampagnen. Lokale Agenturen müssen in ihrer Arbeit gestärkt und unterstützt werden. Eine landesweite Institution kann keine flächendeckende Arbeit gewährleisten, weshalb die Einbindung lokaler etablierter Agenturen unabdingbar ist.

Es wird kalt! Richtiges Heizen spart dennoch Energiekosten.

Jetzt ist die Zeit unsere Heizung winterfest zu machen. Durch kleine intelligente Verhaltensweisen können große Einspareffekte erzielt werden. Dies lohnt sich sehr, da die Heizenergie dreiviertel des gesamten privaten Energieverbrauches ausmacht. Auch wenn sie bereits energiebewusst sind, freuen wir uns Ihnen vielleicht ergänzende Anregungen zu bieten:

Die winterfeste Heizung wird durch maßvolle Einstellungen sparsam. Wenn die typische Raumtemperatur von 21° C nur um 1° C gesenkt wird, spart dies schon 6 % der Heizenergie. Wir empfehlen folgende Temperatureinstellungen: Wohn- und Kinderzimmer 20° C, Küche 18° C und im Flur 15° C. Nachts kann die Raumtemperatur um weitere 4° C gesenkt werden. Schlafräume sollten jedoch nicht unter 16° C warm sein, da sonst Wasser aus der Atemluft kondensiert.

Auch bewusst energiesparendes Verhalten ist wirkungsvoll: Heizkörper sollten möglichst nie durch Möbel verdeckt werden, damit die Wärme ungehindert in die Luft abgestrahlt wird. Beim Lüften sollten natürlich Heizkörper herunter gedreht werden.  Am sparsamsten ist das Stoßlüften, wenn wenige Minuten lang das Fenster weit geöffnet wird. Dies nützt doppelt, da so auch die Luftfeuchtigkeit heraus gelüftet wird. Denn erst durch das Wasser in der Luft fühlt sich ein Raum richtig unbehaglich und kühl an. Darüber hinaus beugt dies der Schimmelbildung vor. Wenn Rollos oder Fensterläden vorhanden sind, sollten diese nachts geschlossen werden, da dies zusätzlich dämmt.  

Am Heizsystem selbst können kleine Umrüstungen empfehlenswert sein: Die Wand hinter den Heizkörpern sollte gedämmt sein. Alte Heizthermen werden oftmals durch den Einbau neuer Heizungspumpen deutlich sparsamer. Dies sollte bei der jährlichen Wartung mit dem Heizungs-Fachmann geklärt werden. Alte Fenster und Türen können neu abgedichtet werden, wenn die Gummidichtungen schadhaft sind, oder sich Luftschlitze unterhalb der Türen befinden. Elektrisches Heizen ist nur im absoluten Notfall sinnvoll, da dass Heizen mit der Steckdose ca. drei mal teurer ist.

Ansprechpartner: Wiebke Kanngießer

Ausblick

28.11.2011: Informationsveranstaltung für Landwirte "Schnellwachsende Gehölze auf unserem Land"

29.-30.11.2011: Workshop „Dezentrale Energielösungen mit den Bürgern entwickeln - die Rolle des Regionalmanagements“

3.12.2011: Weltklimatag - Aktion am Gänseliesel

Was wollen Sie wissen?

Ihnen brennt eine Fachfrage oder ein Thema unter den Fingernägeln? Wir bieten Ihnen Antworten. Sollte Ihre Frage uns für die gesamte Leserschaft spannend erscheinen, werden wir über diese im nächsten Newsletter berichten. Andernfalls antworten wir Ihnen gerne per E-Mail. info@energieagentur-goettingen.de

 

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