Newsletter Juli 2011

Neues von der Energieagentur

Sehr geehrte Mitglieder,

kurz vor der Sommerpause erscheint unser dritter Newsletter. Schwerpunkt dieser Ausgabe ist nicht nur aus aktuellem Anlass das Thema erneuerbare Energien. Unser Netzwerk Regenerative Energien etabliert sich und zeigt, welche Projekte und Strukturen es aufbauen kann: So wird die Energieagentur stärker in die Moderationsprozesse in Sachen Windkraft in der Region Göttingen beteiligt sein und die bürgerorientierte Energiewende unterstützen. In dem in der Region Göttingen bereits etablierten Bereich der Bioenergie fand im Mai eine Fachtagung statt, die erfreulicherweise mehr als 100 Teilnehmer bundesweit nach Göttingen zog. Das Ziel des Netzwerks wurde hier erreicht: Praktiker mit Wissenschaftlern zusammen zu bringen. Daran wird die Energieagentur auch in Zukunft arbeiten. Auch den dritten Energieträger – die Sonne – „fangen“ wir ein: die Energieagentur entwickelt z.Zt. ein Solarportal – dafür benötigen wir die fachkundige Unterstützung unserer Mitglieder – wir kommen auf Sie zu.

Liebe Mitglieder, kurz nach der Sommerpause würden wir Sie gern zu einem Sommerfest in der Energieagentur einladen: für einen gemeinsamen Austausch und interessante Gespräche soll es Raum und Zeit geben! Wir freuen uns auf Sie!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gute Zeit.

Ihre

Doreen Fragel

 

Aktuelles

Förderprogramm Altbausanierung Landkreis Göttingen

Das Förderprogramm Altbausanierung des Landkreises Göttingen kann nicht wie geplant zum 1.7.2011 starten. Der Haushalte des Landkreises Göttingen ist bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht genehmigt. Sobald hier aber die entsprechenden Gelder freigegeben sind, wird das Programm anlaufen. Wir werden Sie diesbezüglich kurzfristig informieren. 

Energieagentur Region Göttingen mit der WRG vor Ort

Die Wirtschaftsförderung Region Göttingen – WRG – organisiert regelmäßig Informationsveranstaltungen für Unternehmer/innen zu verschiedenen Themen. Seit einiger Zeit begleitet auch die Energieagentur diese Veranstaltungsreihe. Am 30.6. erhalten die teilnehmenden Unternehmen des Fleckens Bovenden Informationen zum Thema Energieeffizienz in Unternehmen. Vorgestellt werden die Beratungsangebote der kfw-Bankengruppe sowie das Umweltmanagementprogramm Ökoprofit. Weitere Veranstaltungen dazu sind für diesen Herbst erneut geplant.

 

Dürfen wir vorstellen: Neue Haushaltsenergieberater im Team

Alexander Rolli – Haushaltsenergieberater
Nach dem Abschluss „Fachhochschulreife-Wirtschaft“, einer mehrjähriger Tätigkeit im kaufmännischen Bereich und einer anschließenden Ausbildung zum examinierten Biologisch-technischen Assistenten hilft Herr Rolli, im Rahmen des Projekts „Bürgerarbeit“, nun bei der Neustrukturierung und Weiterentwicklung des Bereichs Haushaltsenergieberatung der Energieagentur Region Göttingen.



Bernd Ziegenbein - Haushaltsenergieberater
Nach der Arbeit als gelernter Maurer und einer Umschulung zum Mediengestalter Fachrichtung (Digital und Printmedien) konnte Herr Ziegenbein auch Erfahrung in der Reprografie und im Fotolabor sammeln. Nachdem Arbeiten bei der Caritas und in einer selbstständigen Tätigkeit, hilft er nun beim Aufbau in einem für ihn neuen Interessengebiet, der Haushaltsenergieberatung.

Mit Bürgerbeteiligung und Windenergie zu 100% Erneuerbaren Energien in der Region – Informationsveranstaltung und Diskussion am 6. Juli 2011 in Krebeck

Die aktuelle Energiewende-Debatte hat das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines Wechsels zu erneuerbaren Energien gefestigt. Erneuerbare Energien genießen allgemein einen starken Rückhalt in der Bevölkerung. Wenn es aber um die konkrete Umsetzung vor Ort geht, so herrscht häufig noch Verunsicherung. Welche Maßnahmen benötigen wir tatsächlich, um die regionale Energieversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen, und welche Auswirkungen haben diese auf uns?

Diesen Fragen möchten wir am 6. Juli 2011 am Beispiel der Samtgemeinde Gieboldehausen nachgehen. Die gemeinsame Informationsveranstaltung der Samtgemeinde Gieboldehausen und der Energieagentur soll zeigen, welche regionalen Potenziale für erneuerbare Energien in der Region stecken und wie man insbesondere über Windenergie einen bedeutenden Anteil der Stromversorgung decken kann.

Im Zentrum der Veranstaltung stehen die folgenden Vorträge, die um ausführliche Diskussionen ergänzt werden:

  • 100% regenerative Energie für die Region - Überlegungen auf Basis der Studie „Klimaschutz bis 2050. Vom Ziel her denken“
    Uwe R. Fritsche, Öko-Institut e.V. (Darmstadt), Bereich Energie & Klimaschutz
  • Welche Aufgaben sind bei der Erstellung von Windkraftanlagen zu lösen? Erfahrungsbericht Bürgerwindenergie
    Jörg Klapproth, Windkraft Diemarden GmbH & Co. KG

Durch die Einbeziehung der Bürger möchten wir als Energieagentur zu einer hohen Akzeptanz der Windenergie in der Bevölkerung beitragen und uns für einen möglichst großen regionalen Anteil an der Wertschöpfung einsetzen. Werden die Windkraftanlagen mit dem Kapital der ortsansässigen Bürger errichtet, so führt dies zu einem höheren Gewinn für die Kommune – in Form vom Steuereinnahmen, aber auch in Form einer erhöhten Identifikation der Bürger mit den Windkraftanlagen.

An verschiedenen Orten werden derzeit Möglichkeiten zur Nutzung der Windenergie geprüft. Die Energieagentur hat einen Erfahrungsaustausch unter den Bürgermeistern und Bauämtern des Landkreises angestoßen und wird den Kontakt zu den Kommunen ausbauen. Das Netzwerk Regenerative Energien wird gemeinsam mit den Kommunen auch weitere Informationsveranstaltungen zum Thema Windenergie anbieten.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Ansprechpartner: Winfried Binder

Gemeinsames Ziel: 100 % regenerative Energien – regional und bundesweit

Das Ziel der erneuerbaren Vollversorgung für Deutschland bis 2050 ist ehrgeizig aber realisierbar und alternativlos. Zu diesem eindeutigen Ergebnis kamen fünf Studien verlässlicher Institutionen. Der World Wide Fund For Nature (WWF), Greenpeace, der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), das Umweltbundesamt (UBA) und der Forschungsverbund für Erneuerbare Energien (FVEE) zeigen in den Studien unterschiedliche Wege zur Umsetzung auf, die jedoch ähnliche Grundaussagen beinhalten.

Zur Zielerreichung besteht fachliche Klarheit über die wichtigsten Schritte:

  • Die Energieeffizienz muss auf allen Sektoren deutlich gesteigert werden. Dies beinhaltet auch einen Ausbau der Kraft-Wärmekopplung.
  • Die Stromnetze und Stromspeicher müssen ausgebaut und weiterentwickelt werden. Dazu gehört unter Anderem: ein intelligentes Lastmanagement, der Ausbau von Pumpspeicherkraftwerken, die Speicherung von umgewandelten Strom in Form von Methan im vorhandenen Erdgasnetz.
  • Der massive Ausbau von regenerativen Energien in einer Kombination der Energieformen Windenergie, Geothermie, Solarenergie und Bioenergie. Strom kann etwa zur Hälfte mit Windenergie erzeugt werden.

Deutlich ist, dass es keine Allheilmittel gibt, sondern vielmehr ein abgestimmtes Zusammenspiel aus Energieeffizienz, verschiedenen erneuerbaren Energien, Stromnetzen und Energiespeichern erforderlich ist. Neben entsprechenden überregionalen Rahmenbedingungen müssen regionale Potentiale festgestellt und ausgeschöpft werden.

Das überregionale Ziel einer erneuerbaren Vollversorgung kann nur umgesetzt werden, wenn auf regionaler Ebene entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.
Der Landkreis Göttingen hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Stromversorgung bis  2030 und die gesamte Energieversorgung (inkl. Wärme) bis 2040 zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu decken. Die regionale Umsetzbarkeit wird durch das Öko-Institut bestätigt, welches für die oben genannte WWF-Studie mit verantwortlich ist.

Die Realisierung des 100% Ziels wird intensiv durch das Netzwerk Regenerative Energien der Energieagentur Region Göttingen unterstützt. Es vernetzt die relevanten Akteure, initiiert Projekte und bietet Informationen. So wird beispielsweise am 6. Juli die Bürgerversammlung in Krebeck gemeinsam mit Herrn Fritsche vom Öko-Institut veranstaltet, der über regionale Maßnahmen zur Realisierung des 100%-Ziel referieren wird.
   
Für die Region Göttingen verfolgt das Netzwerk Regenerative Energie die Realisierung des 100 % Ziels.

Ansprechpartner: Winfried Binder

Es muss nicht immer das eigene Dach sein: Ein Solarportal soll den Weg zu Photovoltaik und thermischen Solaranlagen in der Region Göttingen weisen.

Um die regionale Solarenergie zu stärken initiiert das Netzwerk Regenerative Energien ein Solarportal. Hintergrund sind die trotz hoher Akzeptanz noch unausgeschöpften Potenziale in der Region. Im Energiemix ist die solare Strom- und Wärmegewinnung ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu 100 % erneuerbaren Energien.

Mit einem Solarportal im Internet und unterstützenden Aktivitäten werden interessierte Bürger, Investoren und die regionale Solarbranche zusammengeführt. Die Kommunikationsplattform informiert zur konkreten Realisierung von Photovoltaik- sowie Solarthermieprojekten und präsentiert Betriebe in einem Branchenverzeichnis um die regionale Wertschöpfung anzuregen. Dadurch wird die Anzahl installierter Solaranlagen gesteigert und zum Klimaschutz beigetragen.

Wesentliche Bestandteile sind:

  • Aktuelle anwendungsorientierte Informationen zum Thema Solar
  • Eine Präsentationsplattform für regionale Solar-Unternehmen
  • Eine Solardachbörse die PV-Investoren und Dacheigentümer zusammenbringt
  • Die Initiierung von Bürgersolarstromanlagen mit mehreren Kleininvestoren
  • Eine Erfassung von installierten Solaranlagen (auch mit dem Ziel einer Teilnahme an der Solarbundesliga)

Die Gestaltung des Solarportals findet gemeinsam mit regionalen Akteuren statt.

Ansprechpartner: Winfried Binder

Projekt Haushaltsenergieberatung

In der Woche vom 03.05. bis 09.05.2011 fand in Goslar eine intensive Schulung im Rahmen des Stromsparchecks in Zusammenarbeit mit der Caritas Goslar statt. Von der Energieagentur Region Göttingen e.V. nahmen Bernd Ziegenbein und Alexander Rolli teil, mit dem Ziel, diese im Rahmen der Bürgerarbeit bei der Energieagentur auf ihre spätere Tätigkeit als Haushaltsenergieberater vorzubereiten.

Bürgerarbeit?
Mit dem Interessensbekundungsverfahren des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) zur Durchführung von Modellprojekten "Bürgerarbeit" vom 19.04.2010 wurde ein mehrstufiges Verfahren geschaffen, mit dem arbeitslose erwerbsfähige Hilfebedürftige in den allgemeinen Arbeitsmarkt integriert werden sollen.

Ablauf der Beratung?
Die Haushaltsenergieberater führen stets in einem Zweierteam Beratungen zu Strom- und Wassereinsparungen in Haushalten der Stadt und des Landkreises Göttingen durch. 
Um auf den Service der Energieagentur aufmerksam zu machen, konnten Anfang Juni 4.500 die Haushalts-Flyer zusammen mit der Betriebskostenabrechnung der Städtischen Wohnungsbau GmbH verschickt werden. Die Wirkung ließ nicht lange auf sich warten. Interessierte Kunden rufen in der Energieagentur an und vereinbaren um einen Beratungstermin.
Beim Hausbesuch besprechen die Haushaltsenergieberater mit den Interessenten die Betriebskostenabrechnung; es wird aber auch die Stromrechnung betrachtet. Bei einem Wohnungsrundgang werden die meisten elektrischen Geräte und auch Leuchtmittel in eine Checkliste aufgenommen, die dann ausgewertet wird und somit „Stromfresser“ entlarvt. In einem detaillierten Bericht erarbeiten die Haushaltsenergieberater einen individuellen Strom- und Wasserspar-Plan für den betreffenden Haushalt. Abschließend werden dem Kunden Tipps gegeben, welche Möglichkeiten es gibt, bis zu 100 Euro Stromkosten zu sparen. Es wird auch erklärt, worauf beim Kauf von Energiesparlampen zu achten ist. So können häufig genannten Vorurteilen, wie die fehlende Helligkeit der Lampen oder dem Quecksilberaustritt bei Glasbruch, ausgeräumt werden. (Zur Erinnerung: die 100 Watt Glühbirne ist vom Markt, es folgt ab dem 01.09.2011 die 60 Watt Glühlampe!)
Die Haushaltsenergieberater haben Strommessgeräte dabei, die ggf. an sogenannte „Standby“-Geräte angeschlossen werden könne, um die Verwendung einer ausschaltbaren Steckerleiste zu erklären. So verbraucht ein Fernsehgerät im „Standby“-Modus immerhin noch 3 bis 5 Watt pro Stunde.
Auch beim Wasser sparen können die Haushaltsenergieberater mit fachlichem Rat zur Seite stehen: baut man beispielsweise einen Wasserperlator oder einen Durchlaufbegrenzer in einen Wasserhahn bzw. Duschkopf ein, lässt sich jeweils bis zu 50 % Wasser einsparen und das macht sich bei einem Wasserpreis von  1,86 pro Kubikmeter (zzgl. Grundpreis) und einem durchschnittlichen Wasserverbrauch eines 3-Personenhaushalts von 165 Kubikmetern schon bemerkbar. Auch ein WC-Wasserstopp kann bei einem Anschaffungspreis von 8,50 Euro ein wahres Sparwunder sein. Ein Erwachsener geht rund 5 mal am Tag auf die Toilette, dabei gehen bei jedem Gang 10 Liter Wasser durch das Fallrohr – ein Spülstopp kann bis zur Hälfte des verbrauchten Wassers einsparen – das hilft nicht nur dem Geldbeutel sondern auch der Umwelt, denn das zweite große Anliegen der Haushaltsenergieberatung ist nicht nur die Stromeinsparung von bis zu 100 Euro im Jahr, sondern auch den CO2-Ausstoß zu verringern. So helfen wir dem ehrgeizigen Ziel der Stadt Göttingen den CO2 Ausstoß bis 2020 um 40 % zu verringern ein Stückchen näher zu kommen.

Ansprechpartnerin: Wiebke Kanngießer

Initialberatung Altbausanierung – Zweite Beratungsrunde startet zum 1. Juli

Das Projekt Initialberatung Altbausanierung wird zum 1.Juli in die zweite Beratungsrunde starten. Nachdem das ursprünglich für ein Jahr angelegte Projekt bereits nach einem halben Jahr ausgeschöpft war, konnten für die Fortsetzung des Projektes weitere Förderer gewonnen werden.

Die Energieagentur begrüßt ausdrücklich, dass die örtlichen Sparkassen Göttingen, Duderstadt und Hann. Münden die Fortsetzung des Beratungsangebotes erneut sicherstellen. Zusätzlich konnte die Raiffeisen-Warenzentrale Kurhessen-Thüringen GmbH mit ihrer Niederlassung Winkelhoff & Glaeser in Göttingen für das Projekt begeistert werden. Die Energieagentur setzt mit den Finanzdienstleistern und dem Baustoffhändler auf eine gute Zusammenarbeit, die auch bei den geplanten Fortbildungen der Energieberater zielführend sein wird.

Da sich das Programm in Zukunft verstetigen und langfristig zum Basisprogramm der Energieagentur erwachsen soll, werden zur Zeit weitere Unterstützer angesprochen.

Am 29.Juni findet ein Arbeitstreffen aller assoziierten Energieberater statt. Hier wird die Erste Beratungsrunde evaluiert und neue Leitlinien für die zweite Beratungsrunde aufgestellt. Die Energieagentur sucht den fachlichen Dialog mit den Beratern um aus den bisherigen Erfahrungen die Beratungsqualität kontinuierlich weiterzuentwickeln. Die Qualität der Beratung und damit der Ansporn zur tatsächlichen Sanierung – das sind die Ziele, die im Vordergrund stehen.

Ansprechpartnerin: Doreen Fragel

Die Fachtagung „Spurenelemente in Biogasanlagen“ findet mit rund 100 Teilnehmern bundesweit Resonanz

Mit der Fachtagung „Spurenelemente in Biogasanlagen – Wirkungsweise, Versorgungswege, Handlungsempfehlungen“ am 17. Mai 2011 in der Universität Göttingen konnte das Netzwerk Regenerative Energien Fachleute aus vielfältigen Bereichen der Biogasnutzung zu einem erfolgreichen Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch von Wissenschaft und Wirtschaft versammeln.

Die große Resonanz hat gezeigt, dass die Energieagentur Region Göttingen e.V. gemeinsam mit den Veranstaltungspartnern Fachverband Biogas e.V., Interdisziplinäres Zentrum für Nachhaltige Entwicklung und LEADER Regionalmanagement auf ein Thema gesetzt hatte, das die Biogasbranche bewegt. Anhand mehrerer Projekte wurden Forschungsergebnisse vorgestellt und diskutiert.

Spurenelemente wie z.B. Eisen, Kobalt oder Nickel unterstützen eine effektive Biogasbildung und beeinflussen die Gesundheit eines Organismus sowie den Pflanzenertrag einer Ackerfläche. Je nach Konzentration können Sie zu Mangelerscheinungen, optimaler Versorgung oder toxischer Wirkung führen. Sie gelangen einerseits auf natürlichem Wege über die silierten Pflanzen in die Biogasanlagen, werden allerdings auch häufig als Gärhilfsstoffe beigegeben. Der Einsatz solcher Spurenelement-Präparate ist insbesondere bei Anlagen auf Basis des nachwachsenden Rohstoffes Mais gängig, da hier die Spurenelementversorgung der Bakterien für die Biogasbildung unzureichend ist. Der Zusatz erfolgt leider häufig ohne fundierte wissenschaftliche Basis. Da der Gärrest nach der Gewinnung des Methans wieder zurück auf die Felder gebracht wird, können die Elemente dort zu einer unerwünschten Belastung führen. Es ist deshalb wichtig, die Spurenelemente mit großer Vorsicht anzuwenden und die eingesetzten Mengen an kritischen Elementen zu minimieren.
Eine alternative und natürliche Möglichkeit der optimalen Versorgung von Biogasanlagen mit Spurenelementen kann durch eine ausgewogene Mischung von Energiepflanzen mit unterschiedlichem Aufnahmevermögen für Spurenelemente erfolgen. Hierfür sind z.B. Zuckerrübe, Durchwachsende Silphie oder Amaranth geeignet.

Mit Untersuchungsergebnissen und grundsätzlichen Empfehlungen konnte die Fachtagung einen wichtigen Anstoß für mehr Transparenz auf dem komplexen Gebiet der Spurenelement-Versorgung geben. Es wurde aber auch deutlich, dass noch weiterführende Forschungen und großflächige Untersuchungen erforderlich sind, um zu einer umfassenden, belastbaren Datenbasis zu gelangen. In den Forschungsprojekten zu dem Thema soll der Erfahrungsaustausch weiter intensiviert werden um Handlungsempfehlungen für Anwender zu erarbeiten. Das Netzwerk Regenerative Energien unterstützt den Praxistransfer.

Ansprechpartner: Winfried Binder

Ausblick

6.07.2011: Mit Bürgerbeteiligung und Windenergie zu 100% Erneuerbaren Energien in der Region – Informationsveranstaltung in Krebeck

30.08.2011: Sommerfest der Energieagentur

10.-11.09.2011: Erneuerbare Energietage - Aktionstage im Holzhof

Was wollen Sie wissen?

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